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Rote Malerei

Rote Malerei

Meine rote Malerei ist eine Arbeit, die nur etwa 10 Sekunden dauert, wenn ich mit einem großen Rundteller nur bis zu einem bestimmten Punkt die rote Farbe als Akzent hinzufüge. Selbst wenn ich die ganze kleine Schüssel bemale, dauert es weniger als eine Minute für ein Stück.

Für das rote Pigment reibt man die Farbstoffe, eine Mischung, Eisenoxid und Glasfritte auf einer Glasplatte statt im Mörser gut, so dass die Pigmentpartikel möglichst klein wie Nanoeinheit werden.

Ich verbringe 7 Stunden damit. Es wird eine super ineffiziente Arbeit in dieser superschnellen Ära sein. Der Maler, der sich auf Rote Malerei spezialisiert hat, benutzt elektrischen Mörser aber zum Ende reibt er die Farbe einige Stunden lang doch mit Hand auf einer Glasplatte.

 

Ich male nicht so oft mit dem Oberglasur- Rot, und habe keinen Elektromörser. Ich habe mich nicht gefragt, warum ich 7 Stunden lang reiben muss, aber wenn ich mir die Farbe des Pigments ansehe, wird die rot-schwarze Eisenfarbe allmählich heller und weißlicher werden und scheint nach etwa 7 Stunden zu leuchten. Dieses Phänomen ist der Startschuss. Jetzt kann ich mit der Farbe beginnen zu malen.

 

Aber ich habe kürzlich einen erstaunlicheren Artikel über dieses rote Pigment gelesen. Der Gründer der japanischen roten Malerei heißt Kakiemon (1595-1666). Ob Lüge oder Wahrheit, er zielte auf eine rote Farbe wie eine Kakifrucht. (Die East India Company begann 1659 mit dem Export japanischer Porzellanprodukte, und schließlich wurden in Meißen und anderen europäische Länder unter Verwendung von Kakiemonstil farbig bemalte Produkte hergestellt.)

 

Dieser Kakiemon-Stil begann in Arita, Saga Präfektur, in Kyushu, wo die Porzellanindustrie in Japan begann. Der Ortsname Akaemachi (Die Stadt der Rot-Malerei)bleibt dort, und einige bestimmte Werkstätten produzieren immer noch die Rot-Pigmente. Das Rot war lange Zeit ein teures Pigment und hält bis heute einen Marktpreis von über 20.000 Yen (ca 180 Euro)pro 100 g. Der größte Grund für diesen hohen Preis liegt in der Komplexität des Herstellungsprozesses.

Um nach dem Brennen keine Trübung der roten Farbe zu erzeugen, ist es notwendig, den Salzgehalt des Rohmaterials Eisenoxid zu entfernen, und es dauert fast 10 Jahre, um diese Arbeit abzuschließen! !!

Ich bestätige, dass dieser Artikel in dem Jahr 2019 geschrieben wurde

 

Das rote Pigment, das ich habe, wurde nicht von Akaemachi in Arita hergestellt, aber es wurde von einer Freundin aus der Kunstakademiezeit von Japan nach Deutschland geschickt. Angesichts ihrer Freundlichkeit ist es ein sehr wichtiges Material für mich. Wenn ich jedoch nach 7 Stunden eine Farbe erreichen kann, mit der ich zufrieden bin, ist dies möglicherweise keine Zeitverschwendung.

https://kakiemon.co.jp/en/#section02

Mit dieser Webadresse ist von der Kakiemon-Familie HP. Besonders kann man in der Seite sehr interessantes Video über Kakiemon-Stil sehen.

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Morgenarbeit

An einem Wintermorgen arbeite ich für den Holzofen zur Heizung, reinige die Asche, wähle die Art des Brennholzes aus, entscheide, wie viel ich heute verwenden möchte und trage es. Ich habe oftmals darüber geschrieben, dass die Arbeit Spaß macht und gut für meine Morgen-Laune ist. Und ich kann dazu morgens die frische Luft einatmen.

 

Einige weitere Gründe möchte ich hier notieren. Ich bin froh, dass ich jeden Morgen eine kleine  Aufgabe habe. Natürlich sollte ich meinen, dass ich mein Hauptgeschäft Keramik so machen muss, aber ich bestimmte nicht dafür einen Zeitplan im Alltag. Wenn ich meine Arbeitszeit genau bestimme, könnte ich  keine weiteren Termine spontan erhalten. Das Hauptgeschäft besteht darin, es zwischen anderen Termine zu erledigen oder erleichtert zu beginnen, nachdem die anderen Besorgungen vorbei sind. Das Gefühl, morgens in nur 10 Minuten eine Aufgabe komplett  zu erledigen, macht mich also sehr frohsinnig. Auch das wurzellose Gefühl, in einem fremden Land zu leben, lässt mich am Wintermorgen durch den kleinen Job vergessen.

 

 

Allerdings höre ich oft die Frage, wo meine Wurzeln liegen. Ein junger Mensch, der von Eltern unterschiedlicher Nationalität geboren wurde und in einem fremden Land lebt, das kein Heimatland von beiden Eltern ist. Die Tatsache dass er  natürlich vier Sprachen spricht, hat eine beneidenswerte Karriere für andere, aber er macht sich Sorgen, weil er nicht weiß, wo seine Wurzeln liegen.

 

Wo sind die Wurzeln? In meinem Fall scheint es in der Erinnerung an einen vor langer Zeit gelebten Lebensstil zu sein. Als ich an einem kalten Morgen in Nordosten von Japan mutig aufstand, mich umzog und draußen in die Küche ins Nebengebäude ging, war bereits Feuerholz auf den Kessel gelegt und Dampf kam aus dem Reiskocher darauf. Brennholz stapelt sich hoch an der Wand des Schuppens. Davor gibt es auch einen Vorrat an Holzkohle für den Feuerplatz in dem Wohnzimmer.

Ich glaube, das war der Ausgangspunkt meines Lebens.

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Sojabohnen

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Die Sojaprodukte, Miso, Sojasauce, Tofu, gebratene Tofu und  Natto, auch Edamame soll man nicht vergessen. Diese Lebensmittel konnte ich in Japan einfach von mehrere Marken ausgewählt kaufen, aber ich finde sie hier in Deutschland nicht so normal, deswegen interessiere ich mich paradoxerweise für die verschiedenen Sojabohnen-Themen in Deutschland sehr.

 

Kürzlich gab es in einer hiesigen Lokalzeitung einen Artikel über den Sojaanbau. Der Sojaanbau ist seit einigen Jahren ein Trend bei Landwirten in Süddeutschland. Aber berichtet der Artikel weiter, dass der Sojabohnenanbau allerdings für schwache Landwirte nicht passt.

2008 startete die Landessaatzuchtanstalt der Uni Hohenheim die erste Sojabohnenzüchtung in Deutschland. Auf dem Versuchsacker in der hier Gegend wurden mehr als 500 Test-sorten angebaut. Dieses Jahr ist der 13. Herbst und die Erntezeit naht.

 

 Es war auch geplant, im Rahmen dieser Sojaanbauforschung Teilnehmer zu sammeln. Ich kenne eine Frau, die an diesem Projekt teilgenommen hat. Seit 2016 startete das Projekt „1000 Garden“. Dies ist ein Versuch, bei dem mehr als 1.700 Hybriden an verschiedenen Standorten in ganz Deutschland  gepflanzt werden. Von Hobbygärtnern bis hin zu professionellen Landwirten, die sich freiwillig für dieses Projekt bereit teilnehmen wollten, erhielten 12 Saatguttütchen mit unterschiedlichen Sojastämmen.

„Eines der wichtigsten Forschungsziele ist es, frühreife Sojabohnenstämme zu identifizieren“, erklärt Dr. Volker Hahn, der Leiter des Projektes. „Die Herausforderung besteht darin, Sojabohnen zu finden, die schneller reifen und sich auch für den Anbau in den kühleren deutschen Regionen mit kürzeren Sommern eignen. Das Ergebnis war jedoch, dass der Frühling 2016 ungewöhnlich warm war und die wahre Natur der Produktivität in der nördlichen Region unbekannt war.

 

Und 2018 wurde Projekt 2 umgesetzt. Der Artikel über das diesjährige Projekt begann plötzlich mit Tofu. Der Freiburger Tofuhersteller Taifun ist an diesem Projekt stark beteiligt. Seine Rolle besteht darin, Sojabohnenarten zu finden, die mehr Protein enthalten und für die Herstellung von Tofu geeignet sind.

Tofu aus proteinreichen Bohnen, die traditionell in Asien gegessen werden, erregt in Europa als fleischfreie Zutat im jüngsten vegetarischen Boom Aufmerksamkeit. Umweltschützer hingegen kritisieren, dass Soja vor allem in Ländern wie Brasilien angebaut und dann nach Europa verschifft wird. Es besteht auch die Ansicht, dass dabei Energie und Ressourcen verbraucht werden und riesige Waldflächen für den Sojaanbau erschlossen wurden, was sich negativ auf die Umwelt auswirkt. Das Thema des Artikels zum Sojabohnenprojekt 2 wurde weiter ausgebaut.

 

Und der diesjährige Artikel geht weiter mit einiger Episoden, die zu dem Schluss zu kommen scheint, dass Sojabohnen in der Produktivität instabil sind und nicht berechnet werden können, als der Eindruck von Bauern, die tatsächlich mehrere Jahre hintereinander Sojabohnen angebaut haben.

Deshalb ist sie für schwache Landwirte nicht geeignet. Diese Ansicht ist jedoch teilweise darauf zurückzuführen, dass die traditionelle Landwirtschaft der Region rund um die Universität Hohenheim genügend Verbraucher in Stuttgart hat, um Gemüse und Obst anzubauen.

 

Sojabohnenprodukte werden von so vielen Menschen in Japan gegessen, aber die Selbstversorgungsrate mit Sojabohnen liegt bei 7%, und es scheint, dass es hauptsächlich auf Importe aus den Vereinigten Staaten, Brasilien und China angewiesen ist, um Öl und Viehfutter zu decken. In Deutschland ist die Situation ähnlich und auch die Sicherung eiweißreicher Tierfutter ist ein wichtiges Ziel dieses Sojaanbauprojekts. Außerdem sind Sojabohnen jetzt Geld auf dem Weltmarkt. Der Preis für eine Tonne Sojabohnen hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt, da Händler aus China alles kaufen.

Die Sojaanbaufläche in Süddeutschland hat sich in den letzten vier Jahren mehr als verdoppelt. Interessant ist nun auch, was mit dem Sojaprojekt in Deutschland passiert und die Geschichte der Zukunft.

Taifun hat bereits seine eigene Sojasorte "Tofina" zugelassen. Außerdem werden einige Sojabohnenarten wie „Regina“ für Viehfutter zum Verkaufen angeboten.

2022 Frühling beginnt  „1000 Garden“ Projekt 3.

Kaminholz ist schon da

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Im August dieses Jahres gab es Tage, an denen ich einen Holzofen heizen wollte,. Ich hatte kein dünnes Brennholz zum Anzünden, also habe ich es selbst gehackt. Ein Nachbar sagte: "Es scheint sehr mühsam zu sein, sich das ganze Jahr um Holz kümmern zu müssen." obwohl ich es mit Spaß mache.

 

Ich kaufe jedes Jahr im September  Kaminholz für den kommenden Winter. Es ist Buche. Es gibt individuelle Unterschiede in der Verbrennung des Ofens, und auch die Auswahl des Brennholzes wird sich unterscheiden.

Als ich im Nebenhaus arbeitete, war ich nachts ein paar Stunden zu Hause. Deswegen genügte es zum Wärmen, gemischtes Holz, das ich billig kaufen oder selber hacken kann, ein- oder zwei Stunden zu verbrennen.

Aber seit ich letztes Jahr angefangen habe, zu Hause zu arbeiten, brauchte ich das Buchenholz, das lange brennt, damit ich während meiner Arbeit nicht so oft Holz einwerfen muss.

 

Wenn ich Brennholz schon früh vorbereite, werde ich von vorbeifahrenden Nachbarn gesagt "Der Winter wird langsam zu denen kommen, die sich so früh auf den Winter vorbereiten." Ist es wie ein Sprichwort in Japan ? “ Wenn es vorbereitet ist, fast keine Sorge ist“

Wenn es im Oktober etwas kühl wird, heize ich gerne den Ofen an. Obwohl es noch nicht richtig kalt ist, verbrauche ich einfach mehr Brennholz, das ich genug habe. Ich muss im November den Vorrat des Kaminholzes nochmals überprüfen, ob es während diesem Winter reichen kann. Dann muss ich das Holz nachbestellen.

 

Am frühen Frühlingsmorgen geht mir das Brennholz aus und ich muss Holz hacken. Ich frage mich dabei, wie viele Tage vergehen werden, bis diese Hackarbeit vorbei ist. Die Arbeit am Holzofen ist ein wichtiges saisonales Ritual in meinem Leben.

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Oribe

Nachdem ich nach Deutschland gekommen bin, habe ich mit der Herstellung von Oribe-Glasur begonnen. Der Ofen, den ich in Japan benutzte, war ein elektrischer Ofen, der zur Reduktionsatmosphäre fähig war. In diesem Ofen suchte ich nach dem schönen Weiß des Porzellantons und der schönen blauen Farbe von Gosu, dem Malpigment. Ein andrer Ton, wie Steinzeug ändert sich durch Reduktion-Brennen die Tonfarbe in Grau. Da diese Farbeänderung des Tons sehr interessant ist, wollte ich den Ton nicht mit farbiger Glasur überziehen und konnte damals mit transparenter Glasur allein genug machen.

 

Als ich die Töpferei in Deutschland wieder begonnen habe, bekam ich einen elektrischen Ofen, der nur durch Oxidation möglich ist, änderte meine Glasur, die durch das Brennverfahren gewonnene Farbglasur sind, das Grün von Oribeglasur, das Gelb von Kiseto-Glasur und das Schwarz von Tenmokuglasur, die natürlich  in das Repertoire für Produktion aufgenommen wurden.

 

Der Name Oribe ist ein Personenname von Oribe Furuta(1544-1615), der ein Teemeister war, und Oribe Ware bezieht sich ursprünglich nicht auf eine grüne Farbe, sondern seine gesamte Designmethode, um seine Philosophie der Teezeremonie auszudrücken.  Sein Stil änderte sich allmählich zu einem abstrakten Muster, der heutzutage  als Oribe-Muster sehr bekannt ist. Die Oribe-Ware begann um 1605. Wenn man jetzt, 400 Jahre später, nach dem Wort Oribe sucht, tauchen im Netz verschiedene Keramiken auf. Es ist interessant, die unterschiedlichen Gedanken der Töpfer zu sehen, die nach dem Grün, Oribe strebten.

Es scheint, dass die japanische DNA eine versteckte Vorliebe für diese grüne Farbe hat, und seit Oribe Furuta haben viele Töpfer nach dieser Farbe gesucht.

Aus irgendeinem Grund bin ich erleichtert, wenn ich meine Werke von Oribe sehe.

 

Der Farbstoff von Oribe Grün ist Kupferoxid. Ich verwende auch anderes Grün aus einem deutschen Rezept, das ich auch mag, und der Farbstoff ist Kupferoxid. Aber ich denke, man spürt, dass die Grundlagen der Glasurformulierung irgendwie anders sind. Die skulpturale Form scheint diesem deutschen Grün mehr zu gefallen als dem asymmetrischen japanischen Geschirr.

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​Name

Es war unglaublich schwierig, meiner HP-Site einen richtigen Namen zu geben.

Zunächst sollte der Name leicht zu merken sein.

Zweitens, möchte ich mit dem Namen sicher vorstellen, dass die Site zu mir gehört und was meine Arbeit ist.

Ich möchte auch den neuen Namen für alle, Blog, Facebook und Instagram, die ich bereits online habe, identisch machen.

 

Ich habe mir einen Namen ausgedacht, der diese drei Bedingungen erfüllt.

 

Von meinem romanisierten Namen, Koko Uozumi, wird „Koko“ bereits als Marke in verschiedenen Bereichen verwendet. Er ist also schwer zu bedienen. Aber was ist mit Uozumi? Nach dem Eindruck, den ich von einem Deutschen gehört habe, erscheint es seltsam, dass zwei Vokale, U und O aufgereiht sind. Aber es gebe noch lange, ausländische Namen, die schwieriger zu lesen seien. Aber ich habe keine Lust mehr, nur Uozumi zu verwenden.

 

Als ich Facebook und Instagram öffnete, konnte ich die Namensgebung von Koko nicht verwenden (jemand hat bereits „Atelier Koko“ und „Koko Ceramic“ verwendet. Das gleiche gilt für Coco) Ich habe Uozumi einfachen verwendet. Japaner haben kein Problem damit, diese Romaji-Notation auszusprechen, aber die Deutschen erinnern sich wahrscheinlich nicht daran, wenn sie sie nur ansehen.

 

Allerdings fällt mir als Markenzeichen kein ganz anderer Charakter ein, wie „Neko Ceramic“ oder „Atelier Neko“, was ein guter Name ist, der mit mir in Verbindung gebracht werden kann. („Neko“ bedeutet „Katze“ auf Japanisch.

 

Also habe ich am Ende meinen vollen Namen verwendet. „Koko Uozumi Ceramic“.

Ceramic statt Keramik, weil es mit Keramik zu viele K gibt.

Wird sich jemals jemand an diesen Namen erinnern?

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vergessene Werke      

Ich besuchte ein Ehepaar im Dorf Häringen, wo es früher das Atelier Kanta gab.

Der Sohn, der vor 10 Jahren ein Junge war, ist jetzt ein großer Mann, und die Familie haben zwei andere Hunde, die ich damals nicht sah. Noch überraschender war die Begegnung mit meinen alten Werken, die ich völlig

vergessen hatte. Habe ich so viele Katzen gezeichnet ...

 

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